Sonntag, 28. März 2010   17.00 Uhr Franziskanerkirche Luzern

 

Johann Sebastian Bach:

 

BWV 182  Himmelskönig sei willkommen

BWV 35   1 Sinfonia

BWV 249  Osteroratorium

 

Rebecca Ockenden

Sopran

Regula Urbanek

Alt

Niklaus Rüegg

Tenor

Marc-Olivier Oetterli

Bass

Franz Schaffner

Leitung

 

Nach ihrem Abschluss als Magister an der Universität Oxford studierte Rebecca Ockenden Gesang am Centre de Musique Baroque de Versailles. Es folgten zahlreiche Oratorienaufführungen und Soloabende. Unter J.-C. Malgoire debütierte sie am Théâtre des Champs-Elysées in Mozarts Le Nozze di Figaro. Umfangreiche Bühnenerfahrung sammelte sie in Lyon und Paris. Als Solistin mit Les Arts Florissants sang in New York, London, Wien, Paris. Zurzeit ist sie in Basel wohnhaft und übt in der Schweiz eine rege Konzerttätigkeit aus.

 

Nach der Matura folgte ihr Studium für Gesang am Konservatorium für Musik in Bern, Lehr- und Solistendiplom mit Auszeichnung. Gleichzeitig Studium am Opernstudio der Musikakademie Basel. Seit 1994 trat sie in verschiedenen Opern am Musiktheater Biel auf, sang als Gast an den Städtischen Bühnen Freiburg i. Breisgau, an der New Opera Genève. Sie trat in Konzerten unter namhaften Dirigenten wie Helmut Rilling und Dimitrij Kitajenko auf und widmet sich auch intensiv dem Lied..

 

Auf die Studien für Germanistik, Anglistik und Sologesang folgten das Opernstudio der Musikhochschule Basel sowie das Internationale Opernstudio Zürich. 1982 Debüt am Theater Basel. Weitere Engagements an verschiedenen Bühnen in der Schweiz und in Deutschland. Sein Repertoire umfasst zahlreiche Partien in Oper und Operette. Erfolgreich ist er auch als Musicaldarsteller in Basel und Hamburg. Sein besonderes Interesse gilt der Oratorien- und Liedliteratur vom Barock bis zur Moderne.

 

Der gebürtige Genfer trat mit 11 Jahren den Singknaben der St. Ursen-Kathedrale Solothurn bei. In Bern schloss er seine Studien bei Jakob
Stämpfli ab, danach folgten Kurse bei namhaften Gesangspädagogen. Auf der Opernbühne verkörperte er viele Partien. Aus seinem umfangreichen Konzertrepertoire seien die Passionen und Kantaten Bachs, die Oratorien von Haydn und Mendelssohn erwähnt. Seit 2000 unterrichtet er an der Musikschule Konservatorium Bern eine Gesangsklasse. Marc-Olivier Oetterl trat mit vielen bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf. Er ist Ensemble-Mitglied am Luzerner Theater.

 

studierte Dirigieren, Orgel und Klavier in Luzern. Zürich, Basel und Frankfurt, wo er die Konzertausbildung für Dirigieren bei Helmuth Rilling abschloss. Er ist Gründer und Leiter des BACH ENSEMBLE LUZERN. Seit 1988 leitet er das Blasorchester Stadtmusik Luzern. Er unterrichtet Dirigieren an der Hochschule Luzern und entfaltet eine rege Konzerttätigkeit als Dirigent, Organist und Cembalist. Spielte an Festivals mit Claudio Abbado, Ingo Metzmacher und Franz Welser-Moest.

 

 

Orchester des BACH ENSEMBLE LUZERN

 

Chor des BACH ENSEMBLE LUZERN

 

Franz Schaffner; Leitung

 

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Passion – Auferstehung BWV 182 Himmelskönig , sei willkommen

Bachs erste Anstellung von überregionaler Bedeutung war in Weimar. Am Palmsonntag des Jahres 1714 erklang diese Kantate dort zum ersten Mal, Bach war 29-jährig. Dem Werk ist anzuhören, dass der junge Komponist schwärmerische Texte gewählt und mit einer erlesenen Instrumentierung gearbeitet hat. Die erzählenden und betrachtenden Texte handeln vom Einzug in Jerusalem, Palmsonntag eben.

Concerto BWV 35,1

Als Bindeglied, wie es in allen drei Konzerten in der Franziskanerkirche konzipiert ist, nimmt der Konzertsatz aus der Kantate BWV 35 («Geist und Seele sind verwirret») seinen Platz ein. Möglicherweise griff Bach hier auf ein schon zuvor komponiertes Oboenkonzert zurück.

BWV 249 Osteroratorium

Die Gegensätze zur obigen Kantate könnte man sich kaum ausgeprägter vorstellen. Die ganz grosse Besetzung, welche Bach aufzubieten vermag, tritt hier auf den Plan. Betrachtendes und Hinterfragendes sind wir bei den meisten Kantaten gewohnt. Nicht so in diesem Osteroratorium. Dieses ist nach alter Sitte als Osterspiel aufzufassen. Die Handlung wird nicht nur vom Evangelisten vorgetragen, sondern auch singend von den Jüngern und Frauen dargestellt. Neben innehaltenden Arien überwiegen schwungvolle Sätze, und sie verbreiten überschäumende Osterfreude.

 

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05.02.10 hs.p