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Auch das Konzert vom 13. Juni muss leider abgesagt werden

Medienmitteilung des Präsidenten

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Nächstes Konzert

Kammerkonzert:

8. November 2020, 17.00

Franziskanerkirche Luzern

 

Werke von Barock bis Wiener Klassik

 

Quartett des Bach Ensemble Luzern:

Naomi Lozano-Tolksdorf, Violine

Gabriela Schüpfer, Flöte

Jürg Eichenberger, Violoncello

Franz Schaffner, Cembalo/Orgel 

 

Weihnachtskonzert KKL

20. Dezember 2020, 11.00

 

Der Messias 

von Georg Friedrich Händel, in der Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart

 

Maria C. Schmid, Sopran

Stefan Wieland, Altus

Jonas Iten, Tenor

Wolf Latzel, Bass

 

Chor und Orchester des

Bach Ensemble Luzern

Franz Schaffner, Leitung

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Tickets

Für die Konzerte in der Franziskanerkirche können Sie über die Plattform eventfrog Ihre Tickets kaufen. So können Sie die verfügbaren Sitzplätze direkt wählen und per Kreditkarte bezahlen. So erhalten Sie Ihren Lieblingsplatz und müssen an der Abendkasse nicht mehr anstehen.

Sie können Ihre Tickets auch telefonisch oder über E-Mail bestellen. Ausserdem haben Sie auch die Möglichkeit, Abonnemente für alle 4 Konzerte in der Franziskaner-Kirche zu beziehen (Preisreduktion). Die Abonnemente berechtigen zu einer Reduktion von 25% auf Konzerttickets für das Weihnachtskonzert im KKL.

Händels Messias in der Bearbeitung von Mozart

 

Ein Blick auf die Hintergründe dieser Mozart-Bearbeitung tut not, um dieses „Phänomen“ zu verstehen.

Wien um 1787: Freiherr Gottfried van Svieten ist enthusiastischer Liebhaber der Musik. Besonders die kontrapunktische Musik der Barockzeit, vorab Bach und Händels, haben es ihm angetan. Sieben Sinfonien belegen überdies sein eigenes kompositorisches Schaffen. Van Svieten organisierte sich einen Kreis von musikbegeisterten Aristokraten. In deren (offensichtlich genügend grossen) Wohnungen fanden ab 1787 regelmässig sonntägliche Matineen statt, meist unter Mozarts Leitung, welcher mit van Svieten seit langem in freundschaftlicher Beziehung stand.

Mozarts Bearbeitungen Händelscher Oratorien sind allesamt auf Bestellung entstanden und für oben beschriebene Veranstaltungen bestimmt gewesen. Neben Messias sind auch die Cäcilienode, Acis und Galatea sowie das Alexanderfest durch Mozarts bearbeitende Hände gegangen.

Mozart als Bearbeiter bedeutet hier: Mozart tritt als Interpret in Erscheinung, interpretiert wird auf verschiedenen Ebenen. Er greift in den relativ offenen dramaturgischen Ablauf bei Händel ein mit Kürzungen. An einigen Chorstellen „registriert“ er, verändert Farben und Dynamik, indem er chorische Passagen auf Solisten und Chor aufteilt. Äusserlich aber entscheidend ist das Klangbild: Er verpasst dem Messias ein zeitgemässes „klassisches“ Gewand, das dem Geschmack des ausgehenden 18. Jahrhunderts entspricht. Klarinetten und Hörner weichen den kantigen barocken Klang entscheidend auf.

Nicht nur der Zeitgeschmack, auch äusserer Umstände zwangen den Bearbeiter zu Eingriffen in die Händelsche Partitur. Das „Clarinblasen“, mit welchem in der Barockzeit Melodien in hoher Lage auf Naturtrompeten spielbar waren, diese Technik war zu Mozarts Zeit vergessen,  Händels Trompetenpartien gleichsam unspielbar geworden. Der Trompete fiel im klassischen Zeitraum eine andere Rolle zu, im Gegensatz dazu war das Horn zu mehr Virtuosität befähigt. Auch diesen Entwicklungen musste Mozart Rechnung tragen.

Eine in sich schlüssige „Interpretation“ dieser Partitur durch Mozarts Eingriffe erwartet uns, bestechend in seiner farbigen Klangfülle.